Lässt sich die tatsächliche Löschleistung eines alten Geräts messen und dokumentieren?
Wenn du als Hausbesitzer, Vermieter, Facility-Manager oder Brandschutzbeauftragter vor einem älteren Feuerlöscher stehst, kennst du die Frage: Ist das Gerät noch so leistungsfähig wie auf dem Typenschild steht? Die aufgedruckte nominale Löschklasse sagt etwas über die ursprüngliche Leistung aus. Sie sagt aber nichts über den aktuellen Zustand nach Jahren oder fehlender Wartung. Dichtungen altern. Druck kann entweichen. Löschmittel kann verklumpen oder sich chemisch verändern. Korrosion kann Bauteile schwächen. Die Folge ist Unsicherheit darüber, ob der Löscher im Ernstfall noch wirkt.
Diese Unsicherheit bringt echte Risiken. Ein versagender Löscher erhöht die Brandfolgen. Du riskierst Sachschäden und persönliche Gefährdung. Es gibt rechtliche Aspekte. Bei vermieteten Objekten kann Haftung greifen. Für Unternehmen gelten Vorgaben zur Prüfung und Dokumentation.
Dieser Artikel zeigt dir, was möglich ist. Du erfährst, welche Prüfverfahren es gibt. Ich erkläre kurz Entleerungsversuch und Druckprüfung und wann eine Hydrostatische Prüfung nötig wird. Du bekommst konkrete Optionen. Sichtprüfung, Abwiegen, Druckmessung, praktischer Entleerungsversuch und Laborchecks sind dabei. Ich zeige, wie du Ergebnisse bewertest und dokumentierst. Am Ende weißt du, wann du testen lassen solltest, wann ein Austausch sinnvoll ist und wie du Befunde korrekt dokumentierst. Das Ergebnis soll mit einem DIV umschlossen sein, dass die Klasse ‚article-intro‘ hat!
Methoden zur Messung und Dokumentation der tatsächlichen Löschleistung
Wenn du herausfinden willst, wie gut ein alter Feuerlöscher heute noch löscht, gibt es mehrere Prüfwege. Sie unterscheiden sich stark in Aussagekraft, Aufwand, Kosten und Risiken. Manche Verfahren liefern nur indirekte Hinweise. Andere messen die tatsächliche Löschwirkung unter Normbedingungen. Für Entscheider wie Eigentümer, Vermieter oder Brandschutzbeauftragte ist wichtig zu wissen, welche Methode für den jeweiligen Bedarf passt.
Die einfache Sicht- und Gewichtskontrolle zeigt äußere Mängel und ob Löschmittel fehlt. Druckprüfungen geben Aufschluss über die Behälterabdichtung und den Betriebsdruck. Ein Entleerungs- oder Wurfversuch in einer Prüfanlage ist meist destruktiv, liefert aber praktische Löschwerte. Laborprüfstände nach Norm messen die Löschleistung reproduzierbar und vergleichbar mit der ursprünglichen Klassifizierung. Hersteller- oder Zertifizierungsprüfungen durch akkreditierte Stellen bieten höchste Anerkennung. Die europäische Norm EN 3 regelt Anforderungen an tragbare Feuerlöscher und Prüfverfahren. Für rechtssichere Bewertungen sind oft akkreditierte Prüflabore oder Stellen wie TÜV, DEKRA oder VdS sinnvoll.
Methode
Aussagekraft für Löschleistung
Aufwand
Kosten
Sicherheit
gesetzliche Anerkennung
Zerstörend?
Sicht- und Gewichtskontrolle
Gering. Zeigt äußere Schäden, fehlendes Füllgewicht oder Korrosion. Keine direkte Messung der Löschwirkung.
Gering. Vor Ort durchführbar in Minuten.
Niedrig. Oft Teil der jährlichen Wartung.
Sehr sicher. Keine Gefährdung, wenn korrekt durchgeführt.
Akzeptiert als Routineprüfung, aber nicht als Leistungsnachweis.
Nein.
Druck- und Dichtigkeitsprüfung
Mittel. Prüft Betriebsdruck und Leckage. Indirekter Hinweis auf Funktionstüchtigkeit.
Mittel. Erfordert Messgerät oder Fachbetrieb.
Niedrig bis mittel.
Hohe Sicherheit bei Fachbetrieb. Gefahr durch Druckentlastung gering.
Wird in Prüfprotokollen anerkannt. Teilweise vorgeschrieben.
In der Regel nein. Außer bei Prüfdruck über zulässige Grenzen.
Entleerungs-/Wurfversuch in Prüfanlage (destruktiv)
Hoch für praktische Löschwirkung. Misst tatsächliches Löschverhalten unter definierten Bedingungen.
Hoch. Benötigt Prüfanlage und Personal.
Hoch. Aufwand und Verbrauchsmaterial steigen Kosten.
Sicher, wenn in spezialisierten Einrichtungen. Entleerung kann Risiken bergen.
Teilweise anerkannt. Als Nachweis für Löschleistung sehr aussagekräftig.
Ja. Gerät wird meist unbrauchbar oder muss neu befüllt werden.
Laborprüfstand nach Norm
Sehr hoch. Reproduzierbare Messung nach Norm, vergleichbar mit Originalklassifizierung.
Hoch. Laborzugang, Vorbereitung und standardisierte Versuche nötig.
Hoch. Laborzeit und Prüfkosten fallen an.
Sehr sicher in kontrollierter Umgebung.
Hohe Anerkennung, insbesondere wenn nach EN 3 oder ähnlichen Normen geprüft.
Meist destruktiv oder Gerät muss danach neu befüllt werden.
Hersteller-/Zertifizierungsprüfung
Hoch. Hersteller prüft nach internen oder normativen Verfahren. Zertifizierer testet unabhängig.
Mittel bis hoch. Abhängig vom Angebot des Herstellers oder Prüfstellens.
Mittel bis hoch.
Hoch, wenn akkreditierte Stelle wie TÜV, DEKRA oder VdS beteiligt.
Sehr hoch. Gut für rechtssichere Dokumentation.
Kann destruktiv sein. Teilweise werden nicht-destruktive Prüfungen angeboten.
Zusammenfassung und Empfehlung
Für eine erste Einschätzung reicht die Sicht- und Gewichtskontrolle kombiniert mit einer Druckprüfung. Das ist schnell und kostengünstig. Wenn du belastbare Aussagen zur tatsächlichen Löschleistung brauchst, ist ein Laborprüfstand nach EN 3 oder ein Entleerungsversuch in einer Prüfanlage die bessere Wahl. Diese Verfahren sind teurer und oft destruktiv. Für rechtliche Sicherheit und Nachweis empfehle ich eine Prüfung durch eine akkreditierte Stelle wie TÜV, DEKRA oder VdS. Entscheide anhand deines Risikoprofils. Bei Wohnobjekten und geringem Risiko genügen häufig routinemäßige Kontrollen und Austausch bei Auffälligkeiten. Bei gewerblichen Objekten mit hohem Risiko oder rechtlicher Relevanz lohnt sich die aufwendigere Laborprüfung oder Zertifizierungsprüfung.
Praktische Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Untersuchung und Dokumentation
Diese Anleitung richtet sich an technisch interessierte Laien, Hausmeister und Brandschutzbeauftragte. Du erhältst eine sichere, nachvollziehbare Vorgehensweise. Beachte die Grenzen. Manche Prüfungen darf nur ein Fachbetrieb durchführen. Wenn du unsicher bist, stoppe und hole professionelle Hilfe.
Vorbereitung und Sicherheit
Trage geeignete Schutzausrüstung. Dazu gehören Schutzbrille und Handschuhe. Sorge für gute Belüftung. Entferne Zündquellen aus dem Bereich. Stelle sicher, dass du eine sichere Fläche für Tests hast. Prüfe die Betriebsanleitung des Herstellers vor Beginn.
Hinweis: Bei älteren Geräten mit sichtbaren Beschädigungen nicht weiter eigenständig testen. Fachbetrieb beauftragen.
Erste Sichtprüfung
Untersuche Gehäuse, Griff, Sicherungsstift, Schlauch und Düse. Achte auf Beulen, starke Korrosion, Risse und fehlende Sicherungen. Prüfe die Beschriftung und das Herstellungsdatum. Notiere alle Auffälligkeiten.
Warnung: Bei offen liegenden Rissen am Behälter Gerät nicht verwenden. Sofort aussondern.
Kontrollgewicht und Verlustanalyse
Wiege den Löscher auf einer geeichten Waage. Vergleiche das gemessene Gewicht mit dem auf dem Typenschild angegebenen Füllgewicht. Ergibt sich ein deutlicher Unterschied, kann Füllverlust vorliegen.
Hinweis: Kleinere Abweichungen sind möglich. Seriöse Abweichungen und kontinuierlicher Gewichtsverlust sind ein Anlass für Fachprüfung.
Zustandsbewertung von Druckbehälter und Sicherungen
Prüfe Ventil, Manometer und Sicherungsstift. Achte auf verklebte oder fehlende Sicherungsplomben. Prüfe die Wanddicke auf starke Korrosion. Wenn das Manometer fehlt oder nicht anspricht, ist eine Fachprüfung notwendig.
Hinweis: Bei stark korrodiertem Behälter Fachbetrieb oder Entsorgung erwägen.
Druck- und Dichtigkeitsprüfung
Eine Druckprüfung liefert wichtige Informationen zu Leckagen und Betriebsdruck. Kleinere Druckmessungen mit geeigneten Geräten sind möglich. Detaillierte Prüfungen sollten von einem Fachbetrieb oder akkreditierten Labor durchgeführt werden. Nur sie können Prüfdruck und Prüfverfahren nach Norm sicher anwenden.
Warnung: Unsachgemäße Drucktests sind gefährlich. Wenn du keinen passenden Prüfstand und keine Erfahrung hast, beauftrage TÜV, DEKRA, VdS oder ein akkreditiertes Labor.
Entscheidung: zerstörender Entleerungstest versus Austausch
Ein Entleerungs- oder Wurfversuch liefert reale Löschwerte. Er ist oft destruktiv und macht das Gerät unbrauchbar. Solche Tests erfolgen in Prüfanlagen oder Laboren. Wenn du das Gerät behalten möchtest, ist der Austausch meist die praktischere Lösung.
Empfehlung: Für rechtssichere Nachweise oder bei Zweifeln an der Funktion nutze einen Laborprüfstand nach EN 3 oder eine Herstellerprüfung. Für einfache Fälle mit geringem Risiko tausche das Gerät aus.
Formale Dokumentation der Ergebnisse
Fertige eine Fotodokumentation an. Fotografiere Typenschild, Seriennummer, Schäden und Manometer. Erstelle ein Messprotokoll mit Datum, Ort, deinem Namen und den gemessenen Werten. Notiere Entscheidungen und Empfehlungen. Hebe Prüfberichte externer Stellen als Anhang auf.
Hinweis: Bewahre digitale und ausgedruckte Kopien auf. Beschrifte das Gerät nach Prüfung mit Datum und Ergebnis.
Nachbereitung und Maßnahmen
Bei unklaren oder schlechten Ergebnissen: Gerät aus dem Verkehr ziehen. Austausch oder Befüllung durch Fachbetrieb veranlassen. Bei Bestätigung der Funktion: Prüfintervall planen und Kennzeichnung anbringen. Bei gewerblichen Objekten dokumentiere alle Schritte für die Betriebsakte.
Wenn du die Grenzen der eigenen Fertigkeiten erkennst, rufe Fachleute an. Gefährdung, starke Korrosion, unsichere Druckwerte oder rechtliche Relevanz sind klare Fälle für Profis. Die Prüfungen durch akkreditierte Stellen bieten rechtssichere Nachweise.
Technisches Grundwissen zur Löschleistung alter Feuerlöscher
Was bedeutet Löschklasse und Löschmitteleinstufung?
Die Löschklasse gibt an, für welche Brandarten ein Löscher geeignet ist. Beispiele sind A für feste Stoffe und B für flüssige Stoffe. Die Kennzeichnung basiert auf Prüfungen unter genormten Bedingungen. Die Löschmitteleinstufung beschreibt die Art des Löschmittels, zum Beispiel Schaum, Pulver oder CO2. Beide Angaben gelten für den Originalzustand des Geräts. Sie sagen nichts über die heutige Leistungsfähigkeit nach Jahren.
Auf dem Typenschild steht die Nennfüllmenge. Das ist das ursprüngliche Füllgewicht. Die Istfüllmenge ist das aktuell vorhandene Füllgewicht. Eine einfache Waage kann helfen, Differenzen zu erkennen. Ein deutliches Minus deutet auf Leckage oder Verdampfung hin. Kleine Abweichungen können zulässig sein. Bei Unsicherheit sollte ein Fachbetrieb abklären.
Druckverhalten und Dichtigkeitsverlust
Viele Löscher arbeiten mit Druck als Triebkraft. Der Betriebsdruck treibt das Löschmittel aus dem Behälter. Mit der Zeit kann Druck entweichen. Dichtigkeitsverlust zeigt sich häufig durch abgesunkenes Manometer oder kontinuierlichen Gewichtsverlust. Korrosion oder undichte Ventile sind typische Ursachen. Eine Druck- und Dichtigkeitsprüfung gibt hier Auskunft. Unsachgemäße Druckversuche sind gefährlich. Lass komplexe Prüfungen einem Fachbetrieb.
Wirkung verschiedener Löschmittel
Schaum deckt brennbare Flüssigkeiten ab und kühlt. Schaum eignet sich gut für A- und B-Brände. Pulver unterbricht chemische Reaktionen und wirkt schnell. Es ist vielseitig, aber verschmutzt stark. CO2 verdrängt Sauerstoff und ist speziell für elektrische Anlagen und B-Brände geeignet. Jedes Mittel hat Vor- und Nachteile. Alterung kann die Wirksamkeit vermindern. Beispielsweise verklumptes Pulver oder chemisch veränderte Schaummittel.
Was sagt eine Entleerungsprüfung aus?
Eine Entleerungsprüfung misst das Verhalten beim tatsächlichen Ausstoß. Sie zeigt, ob Durchfluss, Sprühbild und Löschwirkung noch den Erwartungen entsprechen. Solche Tests sind oft destruktiv. Sie liefern die aussagekräftigsten praktischen Daten. Für rechtssichere Aussagen sind Laborprüfstände nach Norm die beste Wahl.
Wichtige Normen und Prüfkriterien
Für tragbare Feuerlöscher ist die EN 3 eine zentrale europäische Norm. Sie legt Anforderungen und Prüfverfahren fest. Daneben gibt es nationale und branchenspezifische Vorgaben. Begriffe wie hydrostatische Prüfung, Entleerungsvermögen oder Dichtigkeitsprüfung tauchen in den Normen auf. Für konkrete, rechtsverbindliche Aussagen sind die Originalnormen und akkreditierte Prüfstellen maßgeblich.
Mit diesem Basiswissen kannst du die praktischen Prüfverfahren besser einordnen. Du verstehst später, warum einfache Kontrollen nur Indikatoren liefern und wann eine aufwendigere Prüfung oder ein Austausch sinnvoll ist.
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Gesetzliche Regelungen, Prüfpflichten und Dokumentation
Rechtsrahmen und zentrale Regelwerke
Für den Betrieb und die Instandhaltung von Feuerlöschern sind in Deutschland mehrere Vorschriften relevant. Die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) verpflichtet Arbeitgeber, Arbeitsmittel sicher bereitzustellen und instand zu halten. Die ASR A2.2 gibt praktische Hinweise zu Auswahl, Aufstellung und Prüfungen von Feuerlöschern am Arbeitsplatz. Für die technische Ausführung und Prüfverfahren sind Normen wie EN 3 maßgeblich. Zusätzlich existieren branchenspezifische Regeln und anerkannte Prüfstellen wie TÜV, DEKRA oder VdS, die Prüfdienstleistungen und Zertifikate anbieten.
Verantwortlich ist in erster Linie der Betreiber des Objekts. Das kann ein Arbeitgeber, Vermieter oder Eigentümer sein. Du musst sicherstellen, dass Feuerlöscher funktionsfähig sind und regelmäßig geprüft werden. Bei Mietobjekten bedeutet das für Vermieter, die Verantwortung zu organisieren. Bei gewerblichen Betrieben ist die Pflicht nach BetrSichV besonders deutlich. Behörden und Versicherungen fordern oft Nachweise über regelmäßige Wartung.
Welche Prüfungen sind vorgeschrieben?
Die Vorschriften unterscheiden zwischen einfachen Sichtprüfungen und ausführlichen Prüfungen durch Fachpersonal. Routinemäßige Kontrollen dienen der Feststellung offenkundiger Mängel. Darüber hinaus sind periodische Prüfungen und Wartungen durch befähigte Personen vorgesehen. Manche Normen fordern weitergehende Prüfungen wie hydrostatische Tests oder Entleerungsprüfungen in definierten Abständen. Die genauen Intervalle und Verfahren können von Normen, Herstellervorgaben und dem Risikoprofil abhängen.
Dokumentation und Nachweispflichten
Dokumentation ist wichtig. Du solltest Prüfprotokolle, Wartungsnachweise und Prüfplaketten aufbewahren. Bei Prüfungen durch akkreditierte Stellen erhältst du ein Prüfprotokoll oder Zertifikat. Solche Dokumente dienen als rechtssichere Nachweise gegenüber Aufsichtsbehörden und Versicherungen. Fehlt die Dokumentation, kann das bei einem Schadensfall zu Nachteilen führen. Versicherungen könnten Leistungen kürzen. Behörden können Bußgelder verhängen.
Rechtliche Grenzen beim Selbertesten
Eigene Sichtprüfungen und Gewichtskontrollen sind sinnvoll für die tägliche Erfassung von Mängeln. Sie ersetzen aber nicht immer eine fachliche Prüfung. Selbst durchgeführte Tests werden in Streitfällen oft nicht als vollwertiger Nachweis anerkannt. Wenn es um rechtssichere Leistungsnachweise geht, sind Prüfberichte von akkreditierten Prüfstellen oder Herstellerzertifikate erforderlich. Bei unsachgemäßen Eigenprüfungen drohen Haftungsrisiken, wenn dadurch Fehler übersehen werden.
Praxisnahe Beispiele und Konsequenzen
Beispiel 1: In einem Industriebetrieb verlangt die Aufsichtsbehörde nachvollziehbare Prüfprotokolle. Ein bloßes Foto oder eine Notiz reicht hier oft nicht. Beispiel 2: Bei Wohnraumvermietung genügt in vielen Fällen die regelmäßig dokumentierte Wartung. Bleibt jedoch ein Prüfbeleg aus und es kommt zu einem Brand, kann der Vermieter haftbar gemacht werden. Beispiel 3: Für öffentlichkeitswirksame Einrichtungen oder sicherheitskritische Bereiche kann ein Prüfplakettchen oder ein Zertifikat einer akkreditierten Stelle erforderlich sein.
Fazit: Dokumentation und anerkannte Prüfungen schaffen Rechtssicherheit. Nutze eigene Kontrollen zur Früherkennung. Für belastbare Leistungsnachweise und bei rechtlichen Fragen beauftrage akkreditierte Prüfer.
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Bei allen Prüfungen gilt: Deine Sicherheit hat Vorrang. Trage Schutzbrille und Handschuhe. Sorge für Abstand von anderen Personen. Arbeite nie in beengten oder schlecht belüfteten Räumen. Wenn das Gerät sichtbar beschädigt ist, berühre es nicht weiter.
Risiken durch Druck und Explosionsgefahr
Bei unsachgemäßer Handhabung besteht Explosions- und Hochdruckgefahr. Öffne niemals Ventile gewaltsam. Führe keine Drucktests mit ungeeigneten Geräten durch. Zerstörende Entleerungsversuche unter Druck gehören nicht in Laienhände. Solche Maßnahmen können zu lebensgefährlichen Verletzungen führen. In diesen Fällen musst du einen Fachbetrieb oder eine akkreditierte Prüfstelle einschalten.
Gefahr durch Löschmittelreste und Umwelt
Löschmittel können gesundheitsschädlich und umweltschädlich sein. Pulver kann Atemwege reizen. Schaummittel können Zusätze enthalten, die nicht in die Kanalisation dürfen. Entsorge Reste nach örtlichen Vorgaben. Gib Rückstände nicht ungefiltert in die Umwelt. Bei Unsicherheit kontaktiere die lokale Entsorgung oder einen Fachbetrieb.
Rechtliche und versicherungstechnische Risiken
Eigenversuche können Nachweise vor Behörden und Versicherungen gefährden. Selbst dokumentierte Tests werden nicht immer anerkannt. Bei sicherheitsrelevanten Bereichen, vermieteten Objekten oder gewerblichen Anlagen ist eine Prüfung durch akkreditierte Stellen oft nötig. Fehlt ein anerkannter Prüfbericht, drohen Haftung und Leistungskürzungen durch Versicherungen.
Klare Verbote und Handlungsregeln
Führe niemals folgende Arbeiten ohne Ausbildung durch: hydrostatische Prüfungen, Zerstörungsprüfungen unter Druck, Öffnen und Nachfüllen von Behältern, Schweißarbeiten am Behälter. Schalte bei starken Korrosionsschäden, Leckagen, fehlendem Manometer oder plötzlichem Gewichtsverlust sofort Fachpersonal ein. Kennzeichne geprüfte oder ausgemusterte Geräte deutlich. Lege Prüfprotokolle und Fotos ab.
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Zeit- und Kostenaufwand für Prüfoptionen
Zeitaufwand
Einfache Sichtprüfung und Wiegen durch Laien
Pro Gerät brauchst du in der Regel nur wenige Minuten. Plane 5 bis 15 Minuten ein. Bei mehreren Geräten rechnet sich eine Checkliste. Für Fotodokumentation und Notizen kannst du pro Gerät 10 bis 20 Minuten veranschlagen.
Druck- und Dichtigkeitsprüfung durch Fachbetrieb
Ein Vor-Ort-Einsatz dauert meist 20 bis 60 Minuten pro Gerät. Kommt eine hydrostatische Prüfung dazu, kann das Gerät eingeschickt werden. Dann verlängert sich die Zeit auf Tage bis zu zwei Wochen wegen Versand und Prüfplanung.
Destruktive Entleerungsprüfung in Prüfanlage
Solche Prüfungen laufen in spezialisierten Anlagen. Vor- und Nachbereitung plus Test selbst benötigen oft mehrere Stunden. Die Terminvergabe und Auswertung kann Tage bis einige Wochen dauern.
Prüfung durch akkreditierte Labore oder Herstelleranalyse
Laborprüfungen benötigen oft mehrere Tage bis zwei bis vier Wochen. Komplexe Analysen und Zertifikate können länger dauern. Lieferservice und Versand verlängern die Zeiten.
Kostenaufwand
Einfache Sichtprüfung und Wiegen
Kostenfaktor ist meist deine eigene Zeit. Wenn ein Dienstleister kommt, liegen kleine Checks oft bei 0 bis 30 Euro pro Gerät. Meist im Rahmen regulärer Wartungsverträge enthalten.
Druck- und Dichtigkeitsprüfung
Vor-Ort-Prüfungen durch einen Fachbetrieb bewegen sich typischerweise zwischen 40 und 150 Euro pro Gerät. Hydrotests oder Austausch von Ventilen erhöhen die Kosten. Anfahrtspauschalen kommen hinzu.
Destruktive Entleerungsprüfungen in Prüfanlagen
Rechne mit 150 bis 600 Euro pro Gerät. Kosten variieren mit Prüfaufwand und Verbrauchsmaterialien. Wenn das Gerät danach unbrauchbar ist, fallen zusätzliche Kosten für Austausch oder Neubefüllung an.
Akkreditierte Laborprüfungen und Herstelleranalysen
Hier sind 300 bis 1.500 Euro und mehr pro Prüfung realistisch. Preis hängt von Normkonformität, Protokoll und Zertifikat ab. Versand, Sicherheitsverpackung und Berichterstellung schlagen zusätzlich zu Buche. CO2- und Speziallöscher können teurer sein wegen Transport- und Handhabungsauflagen.
Zusätzliche Kostenfaktoren und Abwägung
Anfahrtskosten, Entsorgung alter Geräte, Nachfüllung und Ausstellung von Prüfberichten kosten extra. Manche Labore verlangen eine Grundgebühr. Bei großen Beständen lohnen sich feste Wartungsverträge. Bei einzelnen Haushaltslöschern ist meist der Austausch günstiger als eine aufwendige Laborprüfung. Bei gewerblichen Objekten, rechtlicher Relevanz oder Versicherungspflichten kann die Investition in akkreditierte Prüfungen sinnvoll sein.
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