Wie läuft die Wiederauffüllung eines Feuerlöschers ab?

Als Hausbesitzer, Firmenverantwortlicher oder Hausmeister triffst du öfter auf das Thema Feuerlöscher. Manchmal nach einem kleinen Brand. Manchmal bei einer Routineprüfung. Und manchmal weil der Druck nachlässt. In all diesen Fällen kann eine Wiederbefüllung nötig werden. Das bedeutet, das Löschmittel oder das Treibgas wird ersetzt oder ergänzt. Gleichzeitig wird der Behälter wieder unter Betriebsdruck gesetzt.

Typische Situationen sind: der Feuerlöscher wurde eingesetzt und ist nicht mehr voll. Es gibt einen sichtbaren Druckverlust. Oder eine wiederkehrende Kontrolle fordert Maßnahmen. Weiterhin kann ein beschädigter Zylinder nach Prüfung außer Dienst genommen und später wiederbefüllt werden.

Wichtige Begriffe kurz erklärt. Wiederbefüllung heißt das Nachfüllen des Löschmittels und das Wiederherstellen des Betriebsdrucks. Prüfintervall ist der zeitliche Abstand zwischen den vorgeschriebenen Kontrollen. Hydrostatischer Test ist eine Druckprüfung des Behälters. Dabei wird geprüft, ob der Zylinder den Belastungen noch standhält.

Dieser Ratgeber zeigt dir, wie der Ablauf praktisch aussieht. Du erfährst, welche Schritte Fachbetriebe durchführen. Du lernst, welche Kosten und Fristen üblich sind. Das hilft dir, Zeit, Kosten und Sicherheitsrisiken zu sparen und fundierte Entscheidungen zu treffen.

Praktische Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Wiederbefüllung

  1. Annahme und erste Überprüfung. Vergleich das Gerät mit dem Typenschild. Prüfe Hersteller, Baujahr und zuletzt eingetragene Prüfungen. Kontrolliere den Betriebsdruck im Manometer. Wiegt das Gerät deutlich weniger als das Leergewicht, ist es wahrscheinlich entleert. Suche nach sichtbaren Beschädigungen am Zylinder. Notiere den Zustand.
  2. Dokumentation vor Beginn. Erfasse Seriennummer, Fundzustand und eventuell vorhandene Einsatzspuren. Wenn Prüfintervalle überschritten sind, kläre den nächsten Prüfschritt. Ohne korrekte Dokumentation nicht weiterbefüllen.
  3. Entleerung und Restentleerung. Wenn noch Löschmittel vorhanden ist, führe eine kontrollierte Entleerung durch. Bei Pulvernutzung arbeite in gut belüfteten Bereichen. Sammle Löschmittelreste sicher auf. CO2-Behälter sind unter Druck zu entleeren, nur Fachpersonal darf dies ausführen. Vermeide Einatmen und Hautkontakt.
  4. Reinigung des Innenraums. Entferne Pulvertrümmer mit Druckluft oder Vakuum. Spüle Schaumbehälter mit sauberem Wasser und neutralem Reinigungsmittel. Trockne den Innenraum vollständig. Rückstände beeinflussen die Wirkleistung.
  5. Austausch defekter Teile. Prüfe Düse, Schlauch, Ventil, Sicherungsstift, Dichtungen und Manometer. Ersetze beschädigte O-Ringe und undichte Ventile. Nutze nur zugelassene Ersatzteile des Herstellers. Ein undichter Sitz oder poröse Dichtung führt zu Funktionsausfall.
  6. Hydrostatischer Test falls fällig. Prüfe, ob der Druckbehälter für eine Druckprüfung vorgesehen ist. Führt die Prüfung zu Rissen oder bleibenden Verformungen wird der Zylinder ausgemustert. Dieser Test erfordert Prüfgeräte und Ausbildung. Lass den Test nur von qualifiziertem Personal durchführen.
  7. Befüllung mit korrektem Löschmittel und Druck. Verwende genau das vom Hersteller vorgegebene Löschmittel. Für Schaumlöscher: richtige Konzentration und Mischung einhalten. Für Pulverlöscher: Typ und Körnung prüfen. Für CO2: nur mit geeichter Waage auf Sollfüllgewicht bringen. Lade das Treibgas gemäß Vorgabe. Messe das Endgewicht und den Druck.
  8. Dichtigkeits- und Funktionsprüfung. Prüfe das Ventil auf Undichtigkeiten mit einer Seifenlösung. Halte den Betriebsdruck für die vorgeschriebene Zeit. Betätige kurz die Lösemechanik zur Funktionskontrolle. Kontrolliere das Manometer und die Beschriftung.
  9. Kennzeichnung und Dokumentation. Bringe ein Prüfetikett mit Datum, Art der Maßnahme, Füllmenge und Namen des Technikers an. Aktualisiere das Prüfheft oder digitale Wartungsprotokoll. Notiere das nächste Prüfintervall.
  10. Sichere Durchführung und Schutzmaßnahmen. Trage Schutzbrille, Handschuhe und bei Pulvern eine Atemschutzmaske. Arbeite in gut belüfteten Bereichen. Vermeide offenes Feuer. Entsorge Altstoffe und kontaminierte Reinigungslösungen vorschriftsgemäß. Beachte, dass bestimmte Arbeitsschritte wie hydrostatische Prüfungen oder CO2-Befüllungen nur von geschultem Personal ausgeführt werden dürfen.

Wichtige Hinweise

Prüfe vor jeder Wiederbefüllung die herstellerspezifischen Vorgaben und die geltenden Vorschriften. Fehler bei Füllmenge, Mischung oder Druck gefährden die Wirksamkeit. Wenn du unsicher bist, beauftrage einen zertifizierten Fachbetrieb. Eine saubere Dokumentation schützt dich und nachfolgende Nutzer.

Zeit- und Kostenaufwand realistisch einschätzen

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Aufwand (Zeit)

Die benötigte Zeit hängt stark vom Typ und Zustand des Feuerlöschers ab. Für eine einfache Wiederbefüllung eines kleinen Pulver- oder Schaumlöschers rechnest du mit etwa 30 bis 60 Minuten pro Gerät. Das umfasst Entleerung, Reinigung, Austausch kleiner Dichtungen, Befüllung und Funktionsprüfung.

CO2-Flaschen benötigen oft weniger Füllzeit. Dennoch ist das Wiegen und die Dichtigkeitsprüfung nötig. Plane hier 20 bis 45 Minuten ein.

Aufwendige Fälle brauchen länger. Bei stark verschmutzten Innenräumen, mehreren defekten Teilen oder wenn ein hydrostatischer Test erforderlich ist, kannst du mit 2 bis 4 Stunden rechnen. Hydrotests selbst dauern in der Prüfanlage meist 1 bis 3 Stunden je Zylinder. Die Gesamtdauer inklusive Abholung und Rücktransport kann aber ein bis mehrere Werktage betragen.

Berücksichtige den Serviceweg. Ein mobiler Vor-Ort-Service reduziert Transportaufwand. Er kann jedoch durch Anfahrt und Rüstzeit verlängert werden. Eine Abgabe in der Werkstatt ist oft schneller pro Gerät, wenn mehrere Geräte gesammelt werden.

Kosten

Die Kosten variieren nach Löschmittelform, Füllmenge und Umfang der Arbeiten. Typische Richtwerte:

– Einfache Wiederbefüllung Pulver oder Schaum: 30 bis 80 Euro pro Gerät. Das schließt Material und Standardprüfung ein.

– CO2-Füllung: 40 bis 100 Euro, je nach Flaschengröße und Materialpreis.

– Hydrostatische Prüfung: 20 bis 80 Euro zusätzlich pro Zylinder. Transportkosten können hinzukommen.

– Ersatzteile wie O-Ringe oder Düsen: meist 5 bis 40 Euro je Teil. Ventile oder komplette Verschlüsse können 50 bis 200 Euro kosten. Bei einem beschädigten Behälter ist oft ein neuer Zylinder nötig. Neue Zylinder kosten leicht 150 bis 400 Euro oder mehr.

Arbeitskosten richten sich nach Stundensatz des Fachbetriebs. Rechne mit 40 bis 80 Euro pro Stunde für qualifizierte Techniker. Mobile Einsätze können zusätzlich eine Anfahrtspauschale von 10 bis 50 Euro haben. Entsorgung von Altmaterial kann 5 bis 30 Euro kosten.

Tipps zur Kostensenkung und Zeitplanung: Sammle mehrere Geräte und lasse sie gemeinsam bearbeiten. Schließe einen Wartungsvertrag ab. Halte Prüflisten aktuell. Frage vorab nach Festpreisen. Buche hydrostatische Tests gebündelt bei einem Prüfbetrieb. So vermeidest du mehrfache Anfahrten und reduzierst Gesamtaufwand.

Rechtliche Grundlagen und Pflichten für Betreiber in Deutschland

Betreiberpflichten

Als Betreiber bist du verantwortlich dafür, dass Feuerlöscher vorhanden, funktionsfähig und vorschriftsmäßig gewartet sind. Das ergibt sich aus dem Arbeitsschutzrecht und der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV). Zudem verlangen Bauordnungen der Länder und Brandschutzauflagen in vielen Branchen geeignete Löschmittel. Praktisch heißt das: Du musst dafür sorgen, dass regelmäßige Sichtprüfungen und fachgerechte Wartungen stattfinden. Du trägst die Verantwortung für die Nachweisführung gegenüber Behörden oder Versicherern.

Prüfintervalle

Gesetzlich konkret bestimmte Intervalle stehen meist in technischen Regeln und Normen. Üblich und praxisrelevant sind folgende Abstände: eine monatliche Sichtprüfung durch den Betreiber, eine jährliche Wartung durch einen Fachbetrieb und periodische Druckprüfungen je nach Zylindertyp. Für den hydrostatischen Test von Druckbehältern gelten unterschiedliche Anforderungen. Häufig werden Intervalle von mehreren Jahren genannt. Entscheidend sind die Angaben des Herstellers, geltende Normen wie DIN EN 3 und die Vorgaben des betreuenden Fachbetriebs. Halte dich an die dokumentierten Intervalle, um Haftungs- und Versicherungsrisiken zu vermeiden.

Fachbetriebspflicht

Bestimmte Arbeiten dürfen nur von qualifizierten Fachbetrieben ausgeführt werden. Dazu gehören das Befüllen mit Löschmitteln, die Befüllung von CO2-Flaschen mit geeichter Waage und hydrostatische Prüfungen. Fachbetriebe haben die nötige Ausbildung, Prüfgeräte und Zulassungen. Belege die Qualifikation durch Prüfbescheinigungen oder Zertifikate des Dienstleisters. Fordere bei der Vergabe einen schriftlichen Leistungsumfang und Nachweise an.

Dokumentation

Eine lückenlose Dokumentation ist zentral. Notiere Sichtprüfungen, Wartungstermine, Füllmengen, ausgewechselte Teile und Prüfzertifikate. Bringe Prüfplaketten am Gerät an und archiviere Wartungsnachweise im digitalen oder physischen Wartungsbuch. Ein praktisches Beispiel: Lege eine Checkliste an, in der Datum, Name des Technikers, Art der Maßnahme und nächster Prüftermin vermerkt sind. Bewahre Prüfzertifikate und hydrostatische Prüfberichte auf. So kannst du jederzeit gegenüber Aufsichtsbehörden oder Versicherungen nachweisen, dass du deine Pflichten erfüllt hast.

Konkrete Maßnahmen zur Einhaltung: schließe einen Wartungsvertrag mit einem zertifizierten Anbieter. Nutze Erinnerungsfunktionen in Kalendern oder CAFM-Systemen. Fordere bei jeder Wartung eine Prüfbescheinigung und vermerke den nächsten Termin direkt am Gerät.

Häufige Fragen zur Wiederauffüllung

Wie oft muss ein Feuerlöscher nachgefüllt werden?

Nach einer Benutzung muss der Feuerlöscher immer sofort nachgefüllt werden. Ansonsten gelten regelmäßige Prüfintervalle: eine monatliche Sichtprüfung durch dich und eine jährliche Wartung durch einen Fachbetrieb. Hydrostatische Prüfungen erfolgen seltener und hängen vom Zylindertyp und Herstellerangaben ab. Halte die Herstellerangaben und Normen wie DIN EN 3 ein.

Wer darf einen Feuerlöscher wiederauffüllen?

Die eigentliche Wiederauffüllung und das Befüllen mit Treibgas dürfen nur qualifizierte Fachbetriebe durchführen. Du kannst selbst Sichtkontrollen und einfache Funktionsprüfungen vornehmen. CO2-Befüllungen und hydrostatische Tests erfordern spezielle Mess- und Prüfgeräte. Lass diese Arbeiten nicht von ungeübten Personen ausführen.

Was ist der Unterschied zwischen Austausch und Wiederauffüllung?

Bei der Wiederauffüllung bleibt der Zylinder erhalten und wird mit dem korrekten Löschmittel und Druck befüllt. Beim Austausch wird das ganze Gerät oder der Behälter ersetzt, zum Beispiel bei unzulässigen Beschädigungen oder fehlgeschlagenem Hydrotest. Austausch ist oft teurer, bietet aber Sicherheit, wenn der Zylinder nicht mehr sicher ist. Entscheide nach Zustand und Prüfergebnis des Zylinders.

Welche Nachweise und Dokumentation sind erforderlich?

Jede Wartung und Wiederauffüllung muss dokumentiert werden. Bringe eine Prüfplakette am Gerät an und archiviere ein Prüfprotokoll mit Datum, Art der Maßnahme, Füllmenge und Namen des Technikers. Bewahre auch Prüfzertifikate für hydrostatische Tests auf. Diese Nachweise sind wichtig für Behörden und Versicherungen.

Ist das Gerät sofort nach der Wiederauffüllung einsatzbereit und sicher?

Nur wenn Dichtigkeits- und Funktionsprüfungen positiv sind, ist das Gerät einsatzbereit. Das umfasst Manometerkontrolle, Seifenprüfung auf Undichtigkeiten und eine kurze Betätigung der Auslösung, wenn zulässig. Außerdem muss die Prüfplakette angebracht und die Dokumentation aktualisiert sein. Bei Unsicherheit lass die Abnahme durch den Fachbetrieb bestätigen.

Problemlösung nach der Wiederbefüllung

Nach der Wiederbefüllung können einfache Probleme auftreten. Die meisten lassen sich mit systematischen Prüfungen finden und beheben. In der Tabelle findest du typische Fehler, die wahrscheinliche Ursache und konkrete Prüf- oder Reparaturschritte.

Problem Typische Ursache Konkrete Lösung / Prüfmaßnahme
Druckverlust im Manometer
Undichte Ventile, poröse Dichtung oder unvollständige Befüllung Seifenlösung auf Ventil und Anschlüsse auftragen. Undichtigkeit markieren. O-Ringe und Ventildichtungen ersetzen. Gerät erneut befüllen und Manometer prüfen. Bei wiederholtem Verlust Zylinder hydrostatisch prüfen lassen.
Verstopfte Düse oder Ausstoß schlecht
Rückstände von Pulver oder getrocknetem Schaum im Auslass Düse demontieren und mit Druckluft oder geeigneter Bürste reinigen. Bei Schaumbehältern mit Wasser spülen und trocknen. Beschädigte Düsen ersetzen.
Auslösemechanismus klemmt
Verschmutzung, Korrosion oder falsch montierte Sicherung Sicherung prüfen und entfernen. Mechanik reinigen und leichtgängig schmieren, falls vom Hersteller erlaubt. Funktionstest mehrmals durchführen. Bei mechanischen Schäden Bauteile ersetzen.
CO2-Flasche zeigt falsches Gewicht
Unvollständige Befüllung oder Leck im Zylinder Flasche wiegen und Sollgewicht mit Herstellerangabe vergleichen. Bei Abweichung nachfüllen oder Seifenprüfung durchführen. Leckende Flaschen nicht erneut befüllen, sondern prüfen lassen oder austauschen.
Pulver verklumpt im Inneren
Feuchtigkeitseintritt oder lange Lagerung Pulver entnehmen und Zustand prüfen. Bei Klumpen Pulver austauschen. Innenraum trocknen und Dichtungen prüfen. Bei wiederkehrender Feuchtigkeit Ursache der Lagerung beheben.

Wenn einfache Maßnahmen nicht helfen, schalte einen zertifizierten Fachbetrieb ein. Einige Fehler können die Betriebssicherheit beeinträchtigen und erfordern professionelle Prüfung.

Wartungstipps nach der Wiederbefüllung

Praktische Hinweise für den Alltag

Sichtprüfung: Schau das Gerät regelmäßig an. Achte auf Beulen, Korrosion, ausgelaufene Rückstände und eine intakte Prüfplakette. Kleine Schäden erkennst du so früh und kannst reagieren.

Druckkontrolle: Prüfe das Manometer mindestens einmal im Monat. Der Zeiger muss in der grünen Zone stehen. Bei Abweichungen markiere das Gerät und veranlasse eine Prüfung beim Fachbetrieb.

Lagerbedingungen: Lagere Feuerlöscher trocken und frostfrei. Vermeide direkte Sonneneinstrahlung und Hitzequellen. Stelle sicher, dass sie leicht zugänglich und nicht durch Gegenstände blockiert sind.

Sicherung und Zubehör: Kontrolliere Sicherungsstift, Plombe und Schlauch auf Funktion. Tausche beschädigte Plomben und poröse Schläuche aus. So verhinderst du Fehlfunktionen im Einsatzfall.

Dokumentation: Trage Datum der Wiederbefüllung, Füllmenge und Namen des Technikers in das Wartungsbuch ein. Ergänze die digitale Akte mit Prüfbescheinigungen und Fotos. Erinnere dich so rechtzeitig an den nächsten Termin.

Jährliche Inspektion: Lass den Feuerlöscher mindestens einmal jährlich von einem zertifizierten Fachbetrieb warten. Hydrotests und CO2-Befüllungen gehören nur in qualifizierte Hände. So stellst du langfristig die Betriebssicherheit sicher.

Wichtige Warnhinweise und Sicherheitsregeln

Risiken kurz erklärt

Warnung: Falscher Druck kann den Zylinder beschädigen oder zum Bersten führen. Unterdruck macht den Löscher im Einsatz wirkungslos. Unsachgemäßer Umgang mit Löschmitteln kann gesundheitsschädlich sein. Pulver staubt und reizt Atemwege. CO2 kann Kälteverbrennungen und Erstickungsgefahr verursachen. Reinigungschemikalien können giftig oder flammpunktgefährdet sein.

Konkrete Schutzmaßnahmen

Trage immer geeignete persönliche Schutzausrüstung. Das heißt Schutzbrille, Chemikalienbeständige Handschuhe und bei Pulvern eine Partikelfiltrierende Maske wie FFP2. Bei CO2-Arbeiten nutze isolierende Handschuhe gegen Kälte. Sorge für ausreichende Belüftung beim Entleeren und Reinigen. Arbeite nicht in engen, schlecht belüfteten Räumen.

Arbeitsregeln und Ausbildung

Wichtig: Bestimmte Arbeiten dürfen nur von geschultem Fachpersonal ausgeführt werden. Dazu gehören CO2-Befüllung, Hydrotests und Druckbefüllungen. Sorge dafür, dass Mitarbeitende eine passende Unterweisung und regelmäßige Auffrischung bekommen. Halte Betriebsanweisungen und Sicherheitsdatenblätter bereit.

Praktische Sicherheitschecks

Prüfe vor der Arbeit Dichtungen und Ventile auf sichtbare Schäden. Verwende bei Undichtigkeiten eine Seifenlösung zur Lecksuche. Erwärme oder schweiße keine Zylinder. Entsorge Altfüllungen und kontaminierte Reinigungsstoffe nach örtlichen Vorschriften. Bewahre Altmaterial getrennt und sicher auf.

Bei Notfällen: Räume den Bereich sofort und lüfte kräftig. Informiere zuständige Fachbetriebe und, falls nötig, die Feuerwehr. Dokumentiere Vorfälle und passe Arbeitsanweisungen an, damit ähnliche Fehler nicht wieder vorkommen.